Mittwoch, 22. Januar 2014

In jungen Jahren gilt: Sparen wie ein Berserker

Viele halten Vermögen für Glücksache oder als Resultat sehr großer Anstrengung oder Entbehrung. Dem ist nicht so und dies will ich mit diesem Blogeintrag zeigen.

Ich gehe bei meinen zwei Fallbeispielen von einfachen Arbeitnehmern aus, von keinen Überfliegern. In meinen Betrachtungen kommt nur eine Anlageklasse in Betracht: die Aktie, die sich mit 7 % p.a. rentiert. Das ist eine recht konservative Schätzung, da viele von 8 % und mehr ausgehen. Ich bilde auch das typische Leben eines Mannes ab, das heißt, in jungen Jahren kann er mehr sparen als später, wenn Frau und Kinder da sind.

Grundlagen

Für meine Betrachtungen ist es unerlässlich, Zinsrechnung zu beherrschen.

Zins und Zinseszins

Es ist eine recht einfache Betrachtung, die jeder von der Schule kennen sollte. Wenn eine Anlage mit 3 % verzinst, dann ist der Zinsfaktor 1,03. Wer 250 anlegt, hat nach einem Jahr 250 * 1,03, nach zwei Jahren 250 * 1,03 * 1,03 und nach n Jahren 250 * 1,03^n.

Die geometrische Reihe

Die meisten Sparvorgänge beinhalten nicht einmaliges Anlegen und Warten, sondern ein kontinuierliches Anlegen gleicher Beiträge, z. B. über vier Jahr lang immer 1000 €, bei einem Zinssatz von 3 %. Die ersten 1000 € verzinsen  über vier Jahre, die zweiten 1000 € nur noch über drei usw.

1000 € * 1,03^4 = 1125.56 €
1000 € * 1,03^3 = 1092.73 €
1000 € * 1,03^2 = 1060.90 €
1000 € * 1,03^1 = 1030.00 €
---------------------------
                = 4309.19 €


Das kann man auch smarter notieren:

                 1,03^4 - 1        
1000 € * 1,03 * ------------ = 4309.19 €
                 1,03   - 1


Oder allgemeiner ausgedrückt:

          p_f^(n + 1) - 1
a * p_f -----------------
          p_f         - 1



a ist die jährliche Sparrate
p_f ist der Zinsfaktor
n ist die Laufzeit in Jahren

Diese Formel findet man in jeden Tafelwerk und in der Wikipedia unter
geometrischer Reihe.

Der Faktor p_f befindet sich auch noch vor dem Bruchstrich. Das liegt daran, weil ich hier einen Sparvorgang beschreibe, bei dem die erste Einzahlung Jahresbeginn gemacht wird. Sollte immer zum Jahresende einzahlen, dann fiele der Faktor weg.

Fallbeispiel 1: Geringverdiener (Nichtakademiker)

Ich betrachte einen Geringverdiener von 22 Jahren, der 1500 € netto mit nach Hause bringt. Er wird mit 27 Jahren heiraten und mit 31 Jahren das erste Kind haben. Daraus ergeben sich grob drei Lebensphasen:
  1. Junggesellenphase
  2. Verheiratet, aber kinderlos
  3. Verheiratet, mit Kind

Phase 1 ist prädestiniert fürs Sparen und der Junggeselle ist diszipliniert. Er lebt noch in einer WG oder bei den Eltern und schafft es daher, 600 € monatlich zu sparen bzw. 7200 € pro Jahr.

In Phase 2 braucht er schon eine eigene Wohnung für sich und seine Partnerin, d.h. Aufwendungen für Miete werden mehr und das Leben an sich wird teurer, wegen erhöhter Ansprüche; zum Glück bringt die Frau auch noch Geld mit nach Hause, sodass man sich die Miete teilen kann. Er schafft es aber immer noch, 300 € monatlich zu sparen bzw. 3600 € pro Jahr.

In Phase 3 sind die Aufwendungen am größten und es sind nur noch 100 € pro Monat, die gespart werden können bzw. 1200 € pro Jahr.

Die Frage ist, welches Vermögen erwächst aus diesem kontinuierlichen Sparvorgang bis Ablauf des 65. Lebensjahres.

Phase 1 dauert fünf Jahre. Nach Ablauf der fünf Jahre verzinst sich das Vermögen weiter bis Ablauf des 65 Lebensjahres, also noch 38 Jahre weiter, weshalb die einfache Zinszinsesrechnung auch noch zum Tragen kommt.

                         1,07^5 - 1
s_1 = 7200 € * 1,07 * ---------------- * 1,07^38 = 579460 €
                         1,07   - 1

                       1,07^4 - 1
s_2 = 3600 € * 1,07 * ---------------- * 1,07^34 = 170652
                       1,07   - 1

                       1,07^34 - 1
s_3 = 1200 € * 1,07 * ----------------- = 164684
                       1,07    - 1


s_1 + s_2 + s_3 = 914796 €



Man sieht, dass der Löwenteil auf den Sparvorgang in Phase 1 zurückzuführen ist. Schaut man sich die Rechnung an, erkennt man, dass die Sparrate linear eingeht, die Vorgangsdauer (Spardauer + Restdauer) exponentiell. In Phase 1 trifft die höchste Sparrate auf die längste Vorgangsdauer und diese Kombination macht den Erfolg aus.

Würde er von Beginn an nur 100 € pro Monat sparen, bekäme er nur 318145 € heraus. Das ist besser als nichts, aber viel weniger als in meinem Beispiel. Und das ist gar nicht so unrealistisch. Ich bin von einem moderaten Gehalt und einem moderaten Zinssatz ausgegangen. Der Lebenslauf ist auch nicht so abenteuerlich.

Entscheidend ist, dass man in jungen Jahren spart wie ein Berserker. 600 € von 1500 € Nettoeinkommen zu sparen, ist möglich.

Fallbeispiel 2: Gutverdiener (Akademiker)

Der Akademiker hat einen etwas anderen Lebenslauf. Angenommen, er ist  erst mit 26 Jahren im Beruf und hat mit 28 Jahre seine Schulden aus dem Studium getilgt. Er heiratet mit 31 Jahren und bekommt dann auch ein Kind. Sein Nettogehalt beziffere ich auf 2500 €. Er hat zwei Sparphasen, von 28 bis 31 und danach. In Phase 1 kann er 1500 € monatlich (= 18000 € jährlich) sparen und investieren. Danach kann er nur noch 300 € monatlich zurücklegen, also 3600 € jährlich.

                       1,07^3 - 1
s_1 = 18000 € * 1,07 * ---------------- * 1,07^34 = 617834
                       1,07   - 1

                       1,07^34 - 1
s_2 =  3600 € * 1,07 * -----------------  = 494052 €

                       1,07    - 1

s_1 + s_2 = 1111886 €


Auch bei ihm hat es sich ausgezahlt, dass er in der ersten Phase intensiv gespart hat. Obwohl der Akademiker 66 % mehr Netto hat, hat er am Ende nur 23 % mehr Vermögen. Es liegt an der längeren Gesamtspardauer des Geringverdieners.

Resümee

Der Grundstein für Vermögen wird im jungen Alter gelegt. Einerseits durch die Bildung (der Akademiker in meinem Beispiel bezieht ein höheres Gehalt und kann mit viel höheren Raten sparen), andererseits durch den sehr langen Anlegehorizont. Beide haben in jungen Jahren gespart wie die Berserker, auf überflüssiges verzichtet, denn wie anders erklären sich Sparraten von 40 % bzw. 60 %?

Kann man denn von 900 € bzw. 1000 € monatlich leben? Ja gewiss! Man kann in jungen Jahren beim Wohnraum sparen. Wozu Drei-Zimmer-Wohnung, wenn es auch kleiner geht? In einer WG lässt sich sehr viel sparen (Kaltmiete, Strom, Heizung, Wasser) oder aber man nimmt einen Untermieter auf und lässt sich so einen Teil der Miete erstatten. Man sollte arbeitsplatznah wohnen, um kein Auto zu benötigen. Wer keine große Wohnung hat, braucht keine Möbel, die kaputt gehen können und die genau dann verkauft werden, wenn man mit der Frau zusammenzieht.

Aber braucht man eine Million für die Rente? Gewiss ist dies nicht der Traum eines jeden, im Alter Millionär zu sein. Die Früchte des Sparens und Investierens genießt man schon im mittleren Alter. Es ist ungemein beruhigend, ein Aktiendepot von mehreren 100000 € Wert zu haben. Den ganzen Stress, den andere Ehepaare haben, z. B. wegen Arbeitslosigkeit, Geldsorgen und mehr, kann man so aus dem Weg gehen. Wenn man dann zwischendurch etwas mehr Geld braucht, kann man es häufig durch laufende Dividendeneinnahmen schultern. Die nichtinvestierten Dividenden wirken sich nur geringfügig auf das Endergebnis aus. Und wenn zum Renteneintrittalter "nur" 600000 € da sind statt der Million... Wen kümmert's, wenn diese 600000 € Aktienvermögen immer noch 24000 € jährlich an Dividenden ausschütten.

Die üblich propagierten Sparvorgänge kann man eigentlich vergessen. Da wird versprochen, dass man über Jahrzehnte Monat für Monat den gleichen geringen Sparbeitrag leistet. Das sieht dann z. B. bei der Kapitallebensversicherung oder der Riesterrente ziemlich lausig aus, was dabei am Ende herauskommt. Auch das Sparen in verschiedene Töpfen ist Unfug, denn gekocht wird doch nur mit Wasser (Riester, KLV und Bausparen ist, wenn man hinter die Fassade schaut, alles das gleiche: Eine Konstruktion, die hauptsächlich auf Anleihen basiert.). Das Geld, das man spart und investiert, interessiert sich nicht, ob es für die Anschaffung  eines Autos, eines Hauses oder für die Altersvorsorge ist. Das Investment sagt sich doch nicht: "Ich bin die Altersvorsorge, also rentiere ich mich auf lange Sicht etwas besser." Hat sich der Leser schon mal gefragt, warum es Ärztefonds gibt? Das Geld von Ärzten ist doch kein anderes als das von Ingenieuren. Geld ist Geld. Der Grund für Ärtzefonds ist: Ärzte haben ein gutes Einkommen, aber relativ wenig Ahnung von Geld. Sie sind leichte Beute für Finanzberater und deshalb kann man ihnen auch Ärztefonds andrehen.

Ich bin Akademiker und habe viel mit Mathematikern, Ingenieuren und Informatikern zu tun. Diese dürften kein Problem mit den mathematischen Grundlagen haben, aber trotzdem tun sie sich schwer, weil sie Opfer ihrer Konsumwünsche sind und in jungen Jahren mit viel zu geringer Sparquote an den Start gehen.

Dienstag, 7. Januar 2014

Steter Tropfen höhlt den Stein.

Wer Lust an einem kleinen Experiment hat, der kann in seiner Firma, Klasse oder in Familie folgende Frage stellen: Woran liegt es, dass die durchschnittliche Lebenserwartung in den letzten 150 Jahren so enorm gestiegen ist? Jeder sollte die Antwort auf einen Zettel notieren, hinterher wird ausgewertet. Ergebnis wird sein, dass die meisten den Fortschritt in der Medizin hervorheben, vielleicht noch die  zusätzlichen Infrastrukturen (Krankenhäuser, Krankenkassen). Die Antwort ist nicht unbedingt falsch, aber ebenso wichtig ist doch die Hygiene, wo genauso Erkenntnisfortschritte gemacht wurden und neue Infrastruktur entstanden ist. An die denkt kaum jemand. Dabei putzt man sich mindestens zweimal täglich die Zähne, man wäscht sich noch häufiger die Hände, nach dem Stuhlgang immer. Das Praktizieren von Hygiene in unserem Alltag ist so tief verankert, dass sie gar nicht so bewusst wahrgenommen wird.

Und hier sehe ich eine wichtige Parallele zum guten Wirtschaften. Es geht selten darum, mit einmaligen Maßnahmen eine Kehrtwende zu erreichen, vergleichbar mit dem Abwenden des Todes durch eine komplizierte Operation (wie z. B. jüngst bei Schumacher). Leute wie Zuckerberg gibt es auch selten, die mit einer Idee einen Milliardenkonzern aufbauen. Facebook, Google, Apple sind spektakulär, genauso wie es komplizierte Operationen sind, aber das Einmaleins ist doch recht unspektakulär, so langweilig wie Zähneputzen und nur effektiv, wenn man es stetig und diszipliniert durchführt.

Die Menschen müssen lernen, ihre Finanzen stetig zu prüfen und zu optimieren und stetig zu investieren, ob in Bildung oder Aktien, ist kaum von Belang. Der Zinseszinseffekt, der  nicht nur bei Geld, sondern auch in der Bildung gilt, braucht Zeit, sich zu entwickeln. Deshalb ist es nicht damit getan, einmalig etwas in die Wege zu leiten. Daher habe ich hier mein Vier-Punkte-Programm zusammengestellt:

1. Führen Sie ein Haushaltsbuch und registrieren Sie täglich Ihre Einnahmen und Ausgaben und kategorisieren Sie sie. Unterkategorien sind meines Erachtens notwendig, sodass man z. B. bei Nahrung erkennt, ob man jetzt für eigene Küche gekauft hat oder ob man ein Restaurant besucht hat.

2. Analysieren Sie z. B. einmal im Quartal die Ausgaben kategorienabhängig und ermitteln Sie Einsparpotentential. Nutzen Sie dieses  Einsparpotential, z. B. weniger Bücher kaufen, dafür häufiger in die Bibliothek gehen.

3. Investieren Sie regelmäßig Geld in Aktienanlagen. Geben Sie immer 2000 bis 3000 Euro pro Position aus. Diversifizieren Sie nach Regionen und Branchen. Kaufen Sie auch gelegentlich nach, wenn Sie schon über zehn Positionen besitzen.

4. Investieren Sie in Ihre Bildung. Kaufen Sie Bücher, lesen Sie Bücher und nicht nur Fachbücher. Es ist natürlich wichtig, sich in der eigenen Disziplin weiter zu entwickeln, aber man braucht auch zusätzlichen Input. Das Lesen von Büchern ist auch ein Training, da man so seinen Wortschatz ganz unbemerkt erweitert. Ich merke an mir selbst, was für ein geübter und schneller Leser ich heute geworden bin, obwohl ich in der Jugend ziemlich lesefaul war. Auch Zeitungen sollte man lesen. Wer sinnvolle Aktieninvestitionen tätigen will, sollte natürlich wissen, was auf den Märkten und in der Politik so vor sich geht. Wer sich in eine Solarfirma stürzt, ohne zu wissen, was da alles schon insolvent gegangen ist, verhält sich ausgesprochen dämlich.


Beherzigen Sie dieses Vier-Punkte-Programm und dann geht es mit Ihnen wirtschaftlich und auch persönlich aufwärts, egal wo Sie starten. Selbst wenn Sie mangels Geld Punkt 3 nicht umsetzen können, so reichen schon die anderen drei Punkte. Wenn Sie Schulden haben, sollten Sie möglichst rasch Schulden tilgen.

Ich habe schon Einsparpotentiale für mich entdeckt. Ich gehe seit drei Monaten wieder regelmäßig in die Bibliothek und leihe mir die Bücher, anstatt die Bücher zu kaufen. Und wenn ich Bücher schon kaufen muss, dann kaufe ich sie bevorzugt gebraucht. Ich habe auch einen Kindle, sodass ich an viele Bücher kostenlos komme. Ich esse auch weniger in der Kantine, sondern bringe mir belegte Brote mit. Für gutes Brot gebe ich auch lieber einen Groschen mehr aus. Während ich vor drei Monaten abgepacktes Brot aus dem Supermarkt mitbrachte, kaufe ich heute häufiger Brot beim Bäcker, dafür aber weniger von den Brötchen. Bei dem Kantinenessen in meiner Firma fällt es auch nicht schwer, in der Mittagspause belegte Brote zu essen.

Der Erfolg hängt von der Regelmäßigkeit ab. Macht man es regelmäßig und es fällt dann kaum noch auf, dass Sie es machen. Das Führen des Haushaltsbuches ist bei mir so selbstverständlich wie das Zähneputzen, wie das Bücherlesen und wie das Investieren in Aktien. Beim Lernen von Sprachen beherzt man es doch auch: Lieber täglich 10 Minuten fürs Vokabellernen aufbringen, als 70 Minuten jeden Sonntag. Wer erfolgreich eine Fremdsprache erlernt hat, hat eine Erfahrung, auf die er aufbauen kann.

Wie erfolgreich erkennt man dann, wenn man vergleicht. Ich kenne Exemplare der Spezies Homo sapiens sapiens, die sich nicht die Zähne putzen. Die haben mit Mitte 20 schon so kaputte Zähne, dass ihnen das Zähneputzen mittlerweile sogar schmerzt. Natürlich könnte ein Zahnarzt da noch eine Menge retten, aber die Kosten eine Rundumsanierung wären wohl über 1000 €. Was aber kostet die Zahnhygiene mit Zahnbürste und Zahnpasta? Wer alle acht Wochen einen neue Zahnbürste verwendet, braucht im Jahr sieben Zahnbürsten. Ein Zweierpack Zahnbürsten kostet 39 Cent. Man gibt jährlich 1,37 € für Zahnbürsten aus. Wie lange hält eine Zahnpastatube? Ein Vierteljahr? Die günstigste Tube Zahnpasta kostet auch 39 Cent. Vier Stück davon: 1,56 €. Mit knapp drei Euro pro Jahr ist man dabei. Bei 80 Lebensjahren sind das schlappe 240 Euro.


Samstag, 4. Januar 2014

Beim Rasieren sparen

Ich bin ein Mann, der sich täglich rasiert und bevorzuge die Nassrasur. Ich hatte früher einen Gilette Mach 3 und ich bekam einen Schock, als ich erstmals Ersatzklingen dafür kaufen musste. Ich wechselte später zu Billigrasierern aus dem Rossmann, aber mir war das immer noch zu teuer, weil die Qualität schlecht war. Nicht nur, dass die Dinger schlecht rasierten, die Klingen gingen auch schnell kaputt. Und als selbst die Billigheimer die Zweifachklingen nicht mehr produzierten, sondern den Klingenzirkus von Gilette und Wilkinson mitmachten, wurde es mir zu bunt. Diese vielen Klingen machen das Produkt nicht nur teurer, sondern auch weniger langlebig. Es ist eine einfache wahrscheinlichkeitstheoretische Untersuchung: Wenn eine einzelne Klinge mit Wahrscheinilchkeit 0,05 kaputt ist, dann ist eine Dreifachklinge mit Wahrscheinlichkeit 1 - (1-0,05)^3 nicht zu gebrauchen, denn es genügt eine kaputte Klinge im Mach-3-Kopf und man muss ihn ersetzen. Und mit jeder zusätzlichen Klinge steigt diese Wahrscheinlichkeit.

Vor Jahren schon bin ich deshalb zur klassischen Rasur mit dem Hobel gewechselt. Der Hobel selbst kostet um die 30 €, wie dieser hier.

Man hat dann ein ansehnliches und langlebiges Produkt. Dazu vielleicht noch einen Pinsel und einen Scuttle für das Schlagen des Schaums. Alles in allem zahlt man erstmal 50 bis 100 €, abhängig von den eigenen Ansprüchen. Aber solche Gegenstände begleiten einen auch ein Leben lang. Der Vorteil liegt darin, dass man beim Verbrauchsmaterial spart, also bei den Klingen und bei der Seife. Auch die Klingen höherer Qualität (Derby, Personna, Feather) gibt es bei eBay zu sagenhaft günstigen Preisen. Selbst die billigsten Systemrasiererersatzklingen sind teurer. Und man sollte auch Rasierseife verwenden statt Schaum. Rasierseife ist äußerst ergiebig; viel ergiebiger als eine Dose Schaum. Ich habe zuletzt vor vier Jahren Rasierklingen kaufen müssen; ich zehre noch von dieser Hunderterpackung. Die Seife verbraucht sich etwas schneller, aber ich kaufe auch nur ca. alle zwei Jahre welche für 10 bis 20 € . Ich nutze verschiedene Seifen und wähle je nach Stimmungslage aus.

Und was die Rasurergebnisse angeht: Da Hobel besser als Systemrasierer sind und Seife besser als Dosenschaum, sind die Rasurergebnisse viel besser. Es ist nicht nur günstiger, sondern hat auch meine Lebensqualität gesteigert, denn eine ordentliche Rasur ist ein Stück Wellness.

Wer mehr über das Rasieren wissen möchte und hofft, hierbei auch noch sparen zu können, dem empfehle ich das Nassrasur-Forum. Dort kann man sich wunderbar informieren.